Barfußschuhe: Deshalb sind sie so gesund ✅


Vorteile Barfußschuhe

Immer mehr Menschen steigen heutzutage von normalem Schuhwerk auf Barfußschuhe um. Die Gründe dafür sind vielfältig, haben aber in erster Linie mit Gesundheit und Bequemlichkeit zu tun. Auch du kannst die zahlreichen Vorteile von Barfußschuhen für dich nutzen. Dazu solltest du allerdings wissen, was diese Art von Schuhen so besonders macht und von anderen Modellen unterscheidet. In diesem Ratgeber zeigen wir auf, welche Gründe für Barfußschuhe sprechen und wann man diese am besten tragen sollte.

Weiterhin beleuchten wir die negativen Auswirkungen von Schuhen mit Absätzen und zeigen dir, weshalb es viel gesünder ist, ein gutes Paar Barfußschuhe zu tragen.

Sind Barfußschuhe wirklich so gesund?

Mit Barfußschuhen an den Füßen fühlt sich das Laufen wie beim Barfußgehen an. Dennoch hat es den Vorteil, dass deine Füße vor Steinen, Nässe, Kälte, Scherben und anderen spitzen Gefahren geschützt werden. Hingegen ist es nicht gewollt, dass die Barfußschuhe Stöße abdämpfen und den Fuß stabilisieren. Viel wichtiger ist der Freiraum, der für natürliche Bewegungen gegeben ist.

Aus diesem Grund sind Barfußschuhe vorn so breit, dass sich die Zehen in gesunder Fußstellung leicht spreizen können. Zum Vergleich: in konventionellen Schuhen wird diese Zehenstellung in der Regel nicht unterstützt, weshalb ein natürlicher Gang kaum möglich ist.

Barfußschuhe haben demnach den Vorteil, dass sie unserer natürlichen Art des Laufens entsprechen. Für die Füße ist das gesund, denn es stärkt ihre Muskeln und kann sich zudem positiv auf die gesamte Körperhaltung auswirken. Wissen solltest du, dass Barfußschuhe nicht für jeden geeignet sind. Die Füße benötigen Zeit, um sich umzugewöhnen, vor allem dann, wenn man zuvor Schuhe mit dicken und gedämpften Sohlen getragen hat.

Du wirst merken, dass deine Fußmuskulatur in den Barfußschuhen einer viel stärkeren Belastung standhalten muss, als zuvor in deinem herkömmlichen Schuhwerk. Möchtest du Barfußschuhe ausprobieren, solltest du es langsam angehen und deinem Körper Zeit lassen.

Vermeide es, deine neuen Schuhe gleich bei einer sehr langen Wanderung zu tragen, sondern laufe sie eventuell zunächst auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Spaziergang in deiner Mittagspause ein. Allmählich wird sich deine Muskulatur an die ungewohnten Belastungen gewöhnen und dein Fuß an die veränderte Abrolltechnik.

Beim Thema Barfußschuhe und Fußfehlstellungen existieren verschiedene Meinungen. So sollen Barfußschuhe beispielsweise Fußfehlstellungen, wie einem Hallux Valgus oder Plattfüßen vorbeugen können. Leidest du hingegen bereits an einer Fußfehlstellung, solltest du dich am besten von einem Mediziner zu der Frage beraten lassen. Gute Anlaufstellen sind dafür zum Beispiel Orthopäden.

Wichtig ist, dass du deine Füße weder überlastest noch Schmerzen in den Barfußschuhen bekommst. Um dem vorzubeugen, benötigst du - wie im Fall von anderen Modellen auch - das passende Schuhwerk. Für manche Fußfehlstellungen wird anstatt von Barfußschuhen eher eine Physiotherapie empfohlen. Lasse dich dazu am besten von deinem Arzt beraten.

Kann man Barfußschuhe den ganzen Tag tragen?

Barfußschuhe lassen sich überall und auch den ganzen Tag lang tragen. Eine Voraussetzung ist jedoch, dass du das Gehen damit im Vorfeld schon trainiert hast. Vor allem dann, wenn du bisher viele Jahre lang ausschließlich in konventionellem Schuhwerk unterwegs warst, kann es sein, dass deine Barfußschuhe anfangs viel von dir abverlangen. Dein Körper braucht dann Zeit für die Umgewöhnung, was sich unter anderem durch Muskelkater äußern kann.

Vor allem am Anfang solltest du deswegen vorsichtig vorgehen und die Tragezeit langsam erhöhen, um so Muskelkater und Schmerzen zu vermeiden. Wir empfehlen dir, die Schuhe zunächst ein bis zwei Stunden pro Tag zu tragen und später die Tragezeit langsam zu steigern. Mit Sicherheit wirst du danach keine anderen Schuhe mehr tragen wollen!

Was sagen Orthopäden zu Barfußschuhen?

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle, ob Laufen in Barfußschuhen einfach nur ein neuer Trend ist, oder es wirklich von Ärzten empfohlen wird. In der Regel sind Therapeuten Barfußschuhen gegenüber positiv eingestellt. Im Gegensatz zu manch anderen Schuhen, haben Barfußschuhe viele Merkmale, die der Gesundheit zuträglich sind. Allerdings gibt es auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen, sodass nicht jede Art von Barfußschuh zwangsläufig für deine Füße geeignet sein muss.

In vielen Fällen raten Orthopäden dann zum Gehen mit Barfußschuhen, wenn man weder Beschwerden noch Fehlstellungen der Füße aufweist. Bist du dir also unsicher darüber, ob du dem Trend folgen solltest oder nicht, sprichst du am besten im Vorfeld mit einem Mediziner. Keineswegs solltest du bei einer festgestellten Fußfehlstellung ohne Absprache auf das Tragen von Barfußschuhen übergehen. Im schlimmsten Fall führt das zu einer Überstrapazierung deiner Füße, die sich durch weitere negative Folgen bemerkbar machen kann.

Negative Auswirkungen von Absätzen

Vor allem viele Frauen tragen gern Absatzschuhe. Doch so schön diese auch sein mögen: für unsere Gesundheit sind sie meist alles andere als zuträglich. Grund dafür sind einerseits die enormen Belastungen im Fuß und auf der anderen Seite die so herbeigeführte Verkürzung des hinteren Sehnen- und Muskulaturapparates. Zusammengefasst sprechen folgende schädliche Auswirkungen gegen Schuhe mit Absätzen:

1️⃣ Verspannungen: Absätze zwingen den Körper in eine unnatürliche Position, was zu Verspannungen in Rücken, Schultern und Nacken führen kann.

2️⃣ Fehlbelastung: Der Schwerpunkt verschiebt sich nach vorne, was zu einer ungleichmäßigen Belastung der Fußgelenke und Knie führen kann.

3️⃣ Instabilität: Absätze erhöhen das Risiko von Verletzungen und beeinträchtigen die natürliche Stabilität des Fußes.

Die natürliche Abrollbewegung der Füße ist sehr komplex und perfekt aufeinander abgestimmt. Steht man ohne Schuhe auf einer Stelle, ruhen etwa 1/3 des eigenen Gewichts auf der Ferse, rund 40 Prozent auf dem Ballen und der Rest auf Rist und Zehen. Beim Gehen vollführt man eine Abrollbewegung, sodass das Gewicht jedes Mal dynamisch durch den gesamten Fuß geleitet wird.

Je höher nun die Absätze sind, desto mehr Gewicht wird aus dem Rückfuß in den Vorderfuß verlagert. Darunter leidet vor allem der Mittelfußknochen. Durch die unnatürliche Belastung kann es schlimmstenfalls zu Brüchen in diesem kommen. Noch häufiger äußert sie sich allerdings in unschönen Deformierungen des Vorderfußbereiches, wie einem Hallux Valgus oder Spreizfüßen.

Dadurch, dass man die Ferse beim Tragen von High Heels und anderen Absatzschuhen die ganze Zeit über anhebt, kann es zu einer Verkürzung der Sehnen- und Muskelstruktur kommen. Eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht dann, wenn du Absatzschuhe sehr häufig trägst und dabei keinen Ausgleichssport betreibst. Die auf diese Weise verkürzte Sehne kann schnell dick und unbeweglich werden.

Hinzu kommt: Je länger die Fehlbelastung besteht, desto schwerer wird es, dieser entgegenzuwirken. In der westlichen Welt sitzen die meisten Menschen den Großteil des Tages, was eine Sehnenverkürzung zusätzlich begünstigt.

Befragst du einen Orthopäden zum Thema Absätze, wird dieser dir höchstwahrscheinlich nahelegen, so wenig Absatz wie nur möglich zu tragen. Entscheidest du dich für Barfußschuhe, kommt dieses Problem gar nicht erst auf.

Sind Barfußschuhe gut für den Rücken?

Wer an Rückenschmerzen leidet, weiß, wie unangenehm diese sein und den Alltag beeinträchtigen können. Häufig sind Schmerzen im Rücken auch die Folge von ungesundem Schuhwerk. Da es sich beim Barfußlaufen um die natürlichste Form des Laufens handelt, können Barfußschuhe sowohl vorbeugend als auch bei bereits akuten Fällen helfen.

Das Tragen von Barfußschuhen führt zu einer Stärkung der Fußmuskeln und dies wiederum zu höherer Stabilität und Kontrolle beim Gehen und Laufen. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die auf die Wirbelsäule einwirkende Belastung reduziert wird. So ist eine Linderung deiner Rückenschmerzen möglich.

Wichtig: Wenn du häufig mit Rückenschmerzen zu kämpfen hast, solltest du im ersten Schritt klären, womit das zusammenhängen kann. Eventuell liegt dem eine Erkrankung zugrunde, die zunächst geheilt werden muss. Versichere dich deswegen immer zunächst bei deinem Arzt/deiner Ärztin darüber, ob das Tragen von Barfußschuhen in deinem Fall sinnvoll ist oder nicht.

Die vielen Vorteile von Barfußschuhen

Aus den bereits genannten Aspekten ergeben sich einige Vorteile, auf die wir im Folgenden gesondert eingehen werden.

Bessere Haltung und Balance

Barfußschuhe sorgen für eine gute Körperhaltung und Balance, weil sie es möglich machen, die natürlichen Sinneseindrücke über die Füße zu spüren. Dahingegen können sich herkömmliche Schuhe - da diese mit einer Polsterung und Fußgewölbestützen ausgestattet sind - negativ auf deine Fähigkeit, den Boden zu spüren und auf Gleichgewichtsveränderungen zu reagieren, auswirken.

Barfußschuhe geben dir die Möglichkeit, den Boden unter deinen Füßen genau zu spüren, sodass sich deine Körperhaltung dem automatisch anpassen kann. Es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass du bereits nach weniger Zeit zu einem besseren Gleichgewicht und höherer Stabilität beim Laufen finden wirst.

Stärkung der Muskulatur

Weiterhin tragen Barfußschuhe dazu bei, dass Muskeln in den Füßen, Beinen und der Körpermitte nachhaltig gestärkt werden. Grund dafür ist, dass durch den scheinbaren Mangel an Halt und Dämpfung, dein Rumpf sowie Beine und Füße viel mehr zum Erhalt des Gleichgewichtes und der Stabilität beitragen müssen.

Letztlich kann das zu gesünderen und stärkeren Füßen führen, was sich auch positiv auf dein allgemeines Wohlbefinden auswirkt.

Weniger Verletzungen

Aufgrund der bereits genannten Vorteile von Barfußschuhen, können diese letztlich auch zur Reduzierung von Verletzungen beitragen, insbesondere solchen, die im Bereich der Knie, Füße und Hüften häufig auftreten. Interessant sind diese Schuhe demnach auch dann für dich, wenn du öfter mal eine kleine oder größere Verletzung beim Laufen oder Gehen davonträgst.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Beim Kauf von Barfußschuhen solltest du auf ein paar wichtige Kriterien achten. Diese helfen dir dabei, den richtigen Schuh für deine persönlichen Ansprüche zu finden und verhindern, dass im Nachhinein Probleme damit auftreten.

  • hochwertige Sohle: Bei jedem Schuh spielt die Sohle eine wichtige Rolle, da sie es ist, die unsere Füße tragen muss. Bei Barfußschuhen ist es sehr wichtig, dass diese eine ausreichend dünne und flexible Sohle aufweisen. Diesen Aspekt kannst du beim Kauf im Geschäft einfach überprüfen, indem du den Schuh aufzurollen versuchst. Ist das ohne Probleme möglich, besitzt die Sohle ausreichend Flexibilität. Achte auch darauf, dass sie eine ungefähre Stärke von drei bis sechs Millimetern aufweist. Dadurch schützt sie noch ausreichend vor Witterungseinflüssen und Verletzungen, bietet aber gleichzeitig ein Gefühl, welches dem Laufen ohne Schuhwerk sehr nahekommt.
  • Material: Zur Herstellung von Barfußschuhen können verschiedene Materialien verwendet werden, wie beispielsweise Leder, Textilien wie Mesh oder Polyester (vegan). Manche Barfußschuhe werden auch aus Synthetik gefertigt. Die Preise können je nach verwendetem Material sehr unterschiedlich sein. Achte zudem darauf, dass der Schuh nachhaltig hergestellt wurde. Diese Modelle sind meist etwas teurer. Dafür besitzen sie aber ausschließlich umweltfreundliche Materialien, wurden unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt und stammen in den meisten Fällen aus der Region.
  • Gewicht: Damit weder Muskeln noch Füße mit zusätzlichem Gewicht belastet werden, sollten Barfußschuhe möglichst leicht (etwa zwischen 170 und 266 Gramm, je nach Größe) sein.
  • Zehenbox: Bei Barfußschuhen ist es besonders wichtig, dass die Zehenbox, oder Schuhspitze, über ausreichend viel Spielraum verfügt. Nur so ist sichergestellt, dass sich deine Zehen darin frei bewegen können. Je größer die Bewegungsfreiheit, desto besser können deine Fußmuskeln, dein Gleichgewicht und die Balance gestärkt werden.
  • Anwendungsgebiete: Nicht zuletzt solltest du wissen, wofür du deine Barfußschuhe vorrangig nutzen möchtest. Mach dir klar, ob du eher einen Laufschuh oder Schuhe zum Rausgehen benötigst, ob du sportliche Aktivitäten im Freien oder Ähnliches planst. Möchtest du deine Barfußschuhe draußen nutzen, sollten diese aus einem wasserabweisenden Material bestehen.

Wann sind Barfußschuhe nicht sinnvoll?

Laut Orthopäden sind Barfußschuhe trotz zahlreicher Vorteile nicht in allen Fällen zu empfehlen. Leidest du zum Beispiel an einer starken Fehlstellung der Füße, kann das zu intensive Barfußlaufen zu einer Verstärkung deiner Probleme und damit in Zusammenhang stehender Schmerzen beitragen. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass man einen kranken Fuß nicht automatisch durch das Barfußlaufen heilen kann.

Stattdessen wird im Falle stärkerer Fehlstellungen am Fuß eine orthopädische, ärztliche Beratung empfohlen. Je nachdem, welche Erkrankung vorliegt, kann beispielsweise Physiotherapie zielführender sein, als das alleinige Laufen mit Barfußschuhen.

Fazit

In vielen Fällen stellen Barfußschuhe eine sinnvolle und gesunde Alternative zum herkömmlichen Schuhwerk dar. Durch ihre dünne Sohle und die flexible Form vermitteln sie beim Gehen das Gefühl des Barfußlaufens. Die Füße werden dabei weder gepolstert noch gestützt. Stattdessen muss dein Körper selbst auf die verschiedenen Untergründe reagieren und so zu einer gesunden Haltung und Balance finden.

Wenn du dich für das Laufen in Barfußschuhen entschließt, solltest du es damit langsam angehen. Vor allem dann, wenn du bisher nicht barfuß unterwegs warst, besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Körper erst an die Umstellung gewöhnen muss.

Achte beim Kauf von Barfußschuhen darauf, dass diese eine ausreichend dünne und flexible Sohle aufweisen und aus einem hochwertigen Material, wie beispielsweise Leder oder Mesh, bestehen. In unserem Shop findest du eine große Auswahl an Barfußschuhen für jeden Geschmack, die du bequem von zuhause aus bestellen kannst. Wende dich mit Fragen dazu gern an uns.


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